Seitenübersicht: Wirtschaftspressekonferenz zum Geschäftsjahr 2019
11.03.2021

Gut für Österreich.

Der Vorstand des Werks Steyr

Wirtschaftsjahr 2020: BMW Group in Österreich investierte trotz Corona mehr als eine Million Euro pro Tag und unterstreicht damit ihr Engagement für Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung in Österreich.

Neuer Campus in Salzburg, neue Produktionsanlagen und Weiterbil-dungszentrum in Steyr: Investitionsvolumen von 367 Millionen Euro stärkt Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig +++ BMW Group erneut erfolgreichster Premiumhersteller in Österreich +++ Enorme Absatzsteigerung im Bereich Elektromobilität +++ Höchster Marktanteil in der Unternehmensgeschichte +++ Produktion: Werk Steyr erholt sich schnell vom globalen Nachfragerückgang und produzierte 2020 rund eine Millionen Motoren und zehn Millionen Komponenten +++ Beschäftigung: Zahl der Mitarbeiter der BMW Group in Österreich mit rund 5.200 auf Vorjahresniveau.

Salzburg/Steyr. Auch im Corona-Jahr 2020 zählte die BMW Group in Österreich zu den umsatzstärksten Unternehmen des Landes. Mit einem Gesamtumsatz von über 5,8 Milliar-den Euro unterstreicht das Unternehmen die ungebrochen hohe Performance der österrei-chischen BMW Group Gesellschaften in Salzburg, Steyr und Wien. Trotz des herausfor-dernden Jahres 2020 investierte die BMW Group 367 Millionen Euro in Österreich. Das entspricht einem Investitionsvolumen von mehr als 1 Million Euro pro Tag. 

Engagiert in und für Österreich. 
Im Jahr 2020 bewies sich die BMW Group in Österreich als bedeutender Stabilitätsanker der österreichischen Volkswirtschaft. Sowohl die heimische Produktion als auch der Fahr-zeugvertrieb erholten sich im weiteren Lauf des Jahres vom plötzlichen Ausbleiben der Nachfrage im ersten Halbjahr. Daher konnte auch die Zahl der Beschäftigten mit rund 5.200 Mitarbeitern stabil gehalten werden. Weitere 2.800 Personen arbeiteten 2020 bei den österreichischen BMW und MINI Partnern. Hinzu kommen ein nach wie vor hohes Ein-kaufs- und Exportvolumen: Im vergangenen Jahr betrug das Einkaufsvolumen der BMW Group bei österreichischen Lieferanten über 1 Milliarde Euro. Exportiert wurden Güter im Wert von mehr als 4 Milliarden Euro. 2020 wurde ein Exportüberschuss von rund 1,3 Mil-liarden Euro erzielt. Die BMW Group ist damit ein bedeutender Treiber des Außenhandels und trägt damit auch im Jahr 2020 signifikant zur Entlastung der österreichischen Han-delsbilanz bei. All das zeigt, wie wichtig eine starke Fahrzeugindustrie für den Wirtschafts-standort Österreich ist – sorgt sie doch auch in Krisenzeiten für Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung. 

Fahrzeugvertrieb im Jahr 2020.
Die BMW Group in Österreich konnte trotz des sehr herausfordernden Jahres 2020 eini-ge Rekordwerte erzielen: Allen voran konnte man die Pole Position als erfolgreichster Premiumhersteller souverän verteidigen. Darüber hinaus erzielte die BMW Group einen neuen Rekordwert beim Marktanteil. Dieser stieg im Jahr 2020 von 6,8 auf 7,4 Prozent. Erstmals in der Geschichte belegte die Marke BMW damit den sensationellen vierten Platz bei den Neuzulassungen aller Automobilersteller in Österreich – ein bemerkenswer-tes Ergebnis für eine exklusiven Premiummarke. Und bei BMW Motorrad erreichte man ein Zulassungsplus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit das zweitbeste Jahr der Geschichte. 

Auch der Bestseller im Premiumsegment ist ein BMW: mit knapp 3.000 Einheiten war der BMW X1 auch im vergangenen Jahr wieder das meistverkaufe Premiumfahrzeug Österreichs!

Elektro boomt.
Im Bereich E-Mobilität war die BMW Group im vergangenen Jahr ebenfalls außeror-dentlich erfolgreich: In diesem Segment konnte das Unternehmen ein herausragendes Wachstum von 70 Prozent erzielen und knapp 3.200 vollelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride in Österreich absetzen. Über 30 Prozent aller neu zugelassenen Plug-In-Hybride in Österreich waren von der BMW Group – das bedeutet: Knapp jeder Dritte neu zugelassene Plug-in-Hybrid im Land ist entweder ein BMW oder ein MINI. Damit führt die BMW Group dieses Segment mit großem Abstand an und leistet einen wichtigen Beitrag zur Forcierung der Elektromobilität.

E-Mobilität bei der BMW Group: vom Pionier zum Technologieführer.
Seit 2013 wird die Elektromobilität bei der BMW Group kontinuierlich weiterentwickelt, das macht uns zum erfahrensten und auch zu einem der erfolgreichsten Elektro-Anbieter in Europa und in Österreich. 2021 bietet man bereits 5 vollelektrische und 16 Plug-In-Hybrid Modelle an. Der BMW X3 ist das erste Fahrzeug der BMW Group, das in drei An-triebsvarianten angeboten wird. Damit löst das Unternehmen das Versprechen seiner „Power of Choice“ Strategie ein. Ein wesentlicher Anteil der Motoren für die Plug-In-Hybride kommt aus dem BMW Group Motorenwerk Steyr. Darüber hinaus wird in Steyr das innovative Gehäuse zukünftiger E-Fahrzeuge gefertigt, in dem der E-Motor samt aller elektrischen Komponenten kompakt verbaut ist. 

Zulassungsergebnisse und Umsatz.
Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie ging die PKW-Gesamtzulassungen in Österreich um über 24 Prozent zurück. Diesem Trend konnte sich auch die BMW Group nicht ganz entziehen. Mit einem Zulassungsrückgang von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schnitt man aber dennoch besser ab als der Gesamtmarkt. 

Auf die Marke BMW entfielen 2020 insgesamt 15.812 Zulassungen – ein Minus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. MINI setzte im Jahr 2020 in Österreich insgesamt 2.569 Einheiten ab und lag damit 23 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich zu 2019 konnte die Anzahl der MINI Bestellungen dagegen sogar gesteigert werden. Treiber die-ser positiven Entwicklung ist unter anderem die hohe Akzeptanz des neuen vollelektri-schen MINI Cooper SE, der vor allem im urbanen Umfeld überzeugt.

BMW Motorrad zeigte 2020 in Österreich eine sensationelle Performance und erreichte das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte. In dem für das Unternehmen relevanten Seg-ment über 500 cm3 erzielte man mit 1.713 Neuzulassungen ein Plus von 1,4 Prozent ge-genüber dem Vorjahr.

Die Gründe für unseren Erfolg sind vielfältig. Allen voran steht natürlich die hohe Kun-dennachfrage nach unserer attraktiven Produktpalette bei BMW, MINI und BMW Motor-rad. Darüber hinaus bieten wir ein einzigartiges Angebot an elektrifizierten Fahrzeugen und können diese auch liefern. Was mich besonders freut ist auch die Tatsache, dass wir seit vielen Jahren zu den beliebtesten Arbeitgebern in unserem Land gehören. Und was unsere Verkaufsperformance betrifft, so ist mit Sicherheit unser Netz an sehr professionel-len Händlerpartnern ein Hauptgrund für unseren ersten Platz in Österreich.

Christian Morawa

CEO BMW Austria

Der pandemie-bedingt rückläufige Markt in Österreich hatte Auswirkungen auf den Um-satz der BMW Austria GmbH. Mit einem Umsatzrückgang von 16 Prozent lag der Wert 2020 dennoch im oberen dreistelligen Millionenbereich, bei 810 Millionen Euro.

BMW Financial Services und Alphabet Austria.
2020 erreichte man einen neuen Rekordwert beim Finanzierungsanteil: Knapp die Hälfte aller Neukunden von BMW, MINI und BMW Motorrad entschieden sich für eine Finan-zierung aus dem Hause „BMW Financial Services“. Der kombinierte Umsatz der BMW Austria Leasing GmbH und der BMW Austria Bank GmbH stieg um 16 Prozent auf den neuen Spitzenwert von 354 Millionen Euro.

Millioneninvestment in Salzburg: der neue BMW Group Campus.
In Salzburg wurde Ende des Jahres der neue Campus Salzburg nach zweijähriger Bauzeit eröffnet. Über 28 Millionen Euro wurden in den 12.000 m2 großen Neubau investiert, der ab sofort für insgesamt 450 Mitarbeiter aus 16 Nationen hochattraktive und moderne Arbeitsplätze und ein modernes Trainingszentrum für 12 Länder in der Region Zentral- und Südosteuropa bietet. Der Neubau verfügt über lichtdurchflutete Büroräume, einen begrünten Innenhof, harmonische Meetingräume und sogar eine komfortable Bibliothek. Damit entspricht der Campus schon heute allen Anforderungen künftiger Talente an de-ren Arbeitsplatz der Zukunft.

Ergebnisse Region Zentral- und Südosteuropa mit Headquarter in Salzburg. 
Die BMW Vertriebs GmbH in Salzburg, verantwortlich für die Steuerung von insgesamt zwölf Märkten in Zentral- und Südosteuropa, beendete das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro, das entspricht einem Rückgang von 14 Prozent. Insgesamt wurden in den zwölf Märkten der Region 62.199 neue BMW und MINI zugelassen. Das entspricht einem Rückgang bei den Neuzulassungen von rund 16 Prozent. 2020 konnte in der Region die Marktführerschaft im Segment der Premium-Automobile mit einem Anteil von über 35 Prozent verteidigt werden. Getrieben wird dieser Erfolg vor allem von der herausragenden Performance der Marke BMW, die im vergangenen Jahr einen Absatz von 54.376 Fahrzeugen erzielte. BMW Motorrad konnte 2020 im Bereich der Motorräder über 500 cm3 mit 6.049 Zulassungen sein Vorjahreser-gebnis sogar um 3,4 Prozent übertreffen und sich damit erneut die Marktführerschaft in der Region sichern. Die Region Zentral- und Südosteuropa – mit ihren insgesamt 12 Märkten – ist damit für die Marke BMW bei den Automobilen die zweitgrößte Vertriebs-region in Europa und die fünftgrößte weltweit. 

BMW Group Werk Steyr – Mit Weitblick durch das Wirtschaftsjahr 2020.
Das BMW Group Werk Steyr ist mit weiterhin rund 4.400 Mitarbeitern das weltweit größte Motorenwerk der BMW Group und eines der Antriebs-Kompetenzzentren im globalen Produktionsnetzwerk. Die ausbleibende weltweite Nachfrage aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr jedoch auch das Werk Steyr getroffen. Nach einer kurzzeitigen Produktionsunterbrechung Ende März/Anfang April und einer schleppenden Nachfragesituation im Frühsommer, konnte die Produktion ab August je-doch wieder deutlich hochgefahren werden. 

Die Auswirkungen der Pandemie spiegeln sich dennoch im Wirtschaftsergebnis des BMW Group Werk Steyr wider. Im Jahr 2020 wurden knapp eine Millionen Motoren (davon 60,5 Prozent Benzinmotoren und 39,5 Prozent Dieselmotoren) und 10,1 Millionen An-triebskomponenten produziert. Das bedeutet: Weiterhin besitzen rund die Hälfte aller weltweit neu verkauften BMW und MINI Fahrzeuge mit einem Diesel- oder Benzinmotor ein „Herz“ aus Österreich. 

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die BMW Motoren GmbH einen Umsatz von knapp 3 Milliarden Euro (ein Minus von 19 Prozent gegenüber 2019) und zählt damit schon für sich genommen zu den umsatzstärksten Unternehmen Österreichs.

Investitionen in den Ausbau der Antriebskompetenz.
Trotz der Corona-Pandemie wurden im Jahr 2020 wichtige Zukunftsinvestitionen am Standort Steyr umgesetzt. Rund 350 Millionen Euro flossen in den Aufbau und in die Erweiterung von Produktionslinien, in Forschung und Entwicklung, in Digitalisierung sowie in die Verbesserung der Infrastruktur. Im Juni 2020 hat die Serienproduktion der Gehäuse für alle neuen Elektro-Antriebe für Fahrzeuge wie den BMW iX3, BMW iX und BMW i4 im BMW Group Werk Steyr begonnen. Seitdem wird die Fertigungslinie stetig weiter ausgebaut, allein letztes Jahr um 25,7 Millionen Euro, um die geplante Kapazität von 460.000 Einheiten pro Jahr bis 2025 zu erreichen. Auch 2021 sind weitere umfang-reiche Investitionen in diesem Bereich geplant.

Im September 2020 wurde ein wichtiger Meilenstein zur Erweiterung der Produktionska-pazitäten gesetzt: Eine neue Motorenmontagelinie zur Produktion von hocheffizienten 4- und 6-Zylinder Benzinmotoren ging in Betrieb. Dafür hat die BMW Group in Summe rund 102 Millionen Euro am Standort Steyr investiert. Somit kann das Angebot an Ben-zinmotoren deutlich ausgebaut und auf die volatile Nachfrage am Markt reagiert werden. Eine weitere wichtige Zukunftsentscheidung hat die BMW Group im November 2020 ver-kündet, denn das Unternehmen verlagert den Münchner Motorenbau und bündelt seine europäische Fertigung für Verbrennungsmotoren bis spätestens 2024 an den Standorten Steyr und Hams Hall. 

Mit dem parallelen Ausbau der Produktionskapazitäten für Verbrennungsmotoren und im Bereich alternativer Antriebe ist das Werk ist mit seiner breiten Kompetenz bestens aufge-stellt, um die Zukunft des Antriebs aktiv mitzugestalten. Denn klar ist: die Zukunft des Antriebs wird vielfältiger werden. Ob E-Antriebe, effiziente Diesel- und Benzinmotoren oder künftig auch die Brennstoffzelle, mit der „Power of Choice“ rückt die BMW Group den Kunden in den Fokus und überlässt ihm die Wahl. Er entscheidet, mit welcher An-triebsart er unterwegs sein möchte. 

Und egal, welchen Antrieb er wählt, die BMW Group bietet ihm dabei immer eine effizi-ente Premium-Lösung. Das BMW Group Werk Steyr gestaltet diese neue Vielfalt der An-triebstechnologien aktiv mit.

Wir befinden uns mitten im Wandel der Automobilbranche. Das BMW Group Werk Steyr steht exemplarisch dafür, wie dieser gelingen kann: Effizienzsteigerung bei klassischen Antrieben und ein nachhaltiger Ausbau der Elektromobilität. Mit unseren flexiblen Prozes-sen, dem hohen Know-how und den richtigen Mitarbeitern sind wir am Standort Steyr gut aufgestellt, um diesen Wandel mitzugestalten. Unser Werk wird daher auch in Zukunft von maßgebender Bedeutung für die BMW Group sein.

Dr. Alexander Susanek

Geschäftsführer des BMW Group Werk Steyr

Weitere Hintergrundinformation und Kennzahlen zum Wirtschaftsjahr 2020 finden Sie im neuen BMW Group Report 2020.