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Seitenübersicht: Karosseriebau


Karosseriebau

PUNKTGENAUES FINISH.

WIR SCHNEIDERN BLECHKLEIDER NACH MAß.

Im Karosseriebau wird das Grundgerüst des BMW Fahrzeugs, die Rohkarosserie, aus einzelnen Pressteilen durch verschiedene Fertigungsverfahren zusammengesetzt. Einzelteile werden zunächst in separaten Schweißstraßen zu Baugruppen zusammengefügt. Eine Karosserie besteht dabei aus mehreren Baugruppen. Die Bodengruppe besteht aus Vorderbau, Hinterbau und Bodenblech. Sie wird mit dem Seitengerippe und dem Dach zum Karosseriegerippe zusammengeschweißt. Anbauteile wie Türen, Motorhaube, Seitenwände und Heckklappe komplettieren die Karosserie. Damit später in der Montage verschiedene Teile eingebaut werden können, kommt eine Vielzahl von Gewindebolzen an die Karosserie. Je nach Fahrzeugtyp werden bis zu 550 Teile zu einer Rohkarosserie zusammengefügt. 

Dabei kommen verschiedene Techniken zum Einsatz: Punktschweißen, Laserschweißen, Löt- und Schutzgasschweißen, Kleben, Verschrauben und Bördeln. Je nach Karosserievariante sind zwischen 4.100 und 5.600 Schweißpunkte, zwischen 14 und 53 Meter Klebenaht und zwischen 1,3 und 3,2 Meter Lasernaht erforderlich. Alle diese Schritte werden zu rund 98 Prozent von Robotern übernommen.

Insgesamt sind im Karosseriebau mehr als 2.300 Roboter für die verschiedensten Anwendungsbereiche im Einsatz: Be- und Entladen von Bauteilbehältern, Fügen, Abdichten und Schweißen, Kleben, Bördeln. Die Anlagen sind dabei flexibel einsetzbar, damit unterschiedliche Karosserievarianten am Ende auf der gleichen Fertigungslinie bearbeitet werden können. 

Die konsequente Automatisierung der Arbeitsschritte sorgt für gleichbleibend hohe Qualität. Ein Funktionsmaßkonzept sorgt für Präzision bei der Fertigung der Karosserien. Nach bestimmten Fertigungsschritten werden alle Karosserieteile mit Hilfe von Lasersensoren vermessen; durch einen Abgleich von Soll- und Ist-Wert können Bauteil-Abweichungen sicher vermieden werden. Die rund 1.500 Mitarbeiter im Karosseriebau sind für die logistischen Prozesse zuständig. Zugleich planen, steuern und überwachen sie den Fertigungsablauf und die Produktionsanlagen, und kümmern sich um die Instandhaltung.

SPEZIALISTEN IM EINSATZ:
HANDARBEIT FÜR DEN RENNSPORT.

Vom M6 zum M6 GTR und vom Z4 zum Z4 GTR: ein kleines Team von Spezialisten im Regensburger Karosseriebau stellt in regelmäßigen Abständen Rennkarosserien für verschiedene Rennserien weltweit her. Zuletzt bauten sie eine seriennahe M6 Rennkarosse. Seit 1994 werden in Handarbeit die notwendigen Ein- oder Umbauten an den Karosserien vorgenommen. Bis zu 300 Stunden sind erforderlich, um Umbauten und Veränderungen wie Überrollkäfig, Schnellheberaufnahmen, Gewichtskasten oder Instrumententafel vorzunehmen. Wichtig ist dabei, die Reglements der unterschiedlichen Rennserien einzuhalten. 

Alles begann in den neunziger Jahren: Damals wurden erstmalig auf BMW 3er Basis Super-Tourenwagen für den europäischen Rennsport entwickelt und in Regensburg gebaut. Diese Fahrzeuge wurden dann anschließend bei privaten Rennteams mit Fahrwerk, Antrieb und allen weiteren Komponenten komplettiert. Später wurden in Regensburg die Karosserien auf BMW 3er und BMW M3 Basis produziert, die als Motorsportfahrzeuge beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring, in der American Le Mans Serie und bei der seriennahen WTCC (World Touring Car Championship) an den Start gingen.