ZUKUNFT BRAUCHT HERKUNFT.

In jedem BMW steckt Innovationskraft aus Landshut – und zwar seit knapp einem halben Jahrhundert: Am 2. Januar 1967 übernahmen die Bayerischen Motoren Werke den in Dingolfing ansässigen mittelständischen Autobauer Hans Glas GmbH, der damals mit rund 140 Mitarbeitern Fahrzeugkomponenten am Standort Landshut produzierte. 1969 titelt die Landshuter Zeitung: „Ein Pfingstgeschenk: BMW wird in Landshut bauen.“ Und das war erst der Anfang einer echten Erfolgsgeschichte.

1960er
VON HANS GLAS ZU BMW.

1967

Die BMW AG München übernimmt den in Dingolfing ansässigen mittelständischen Autobauer Hans Glas GmbH ("Goggomobil").

1968

Die Mitarbeiterzahl im BMW Group Werk Landshut liegt bei rund 140.

1969

"Ein Pfingstgeschenk: BMW wird in Landshut bauen", so titelt die Landshuter Zeitung am 24. Mai 1969. Geplant ist ein Werk für 2.000 bis 3.000 Beschäftigte.

1970er
DAS JAHRZEHNT DER KONSOLIDIERUNG.

1970

Nach einem Tausch mit der Firma Emslander und der Übernahme der vorhandenen Emslander Hallen bzw. Kauf einiger Hallen, zieht BMW von der Siemensstraße/Ottostraße in das neue Werksgelände westlich der B299.

1971

Die Austauschmotorenfertigung zieht von Dingolfing nach Landshut um. Es werden 6.572 Einheiten pro Jahr von 25 verschiedenen Triebwerk-Varianten gefertigt.

1972

Der Hauptschwerpunkt der Investitionen in Niederbayern liegt auf dem BMW Group Werk Dingolfing. Das BMW Group Werk Landshut, das zu diesem Zeitpunkt 600 Mitarbeiter zählt, wird vorerst nicht weiter ausgebaut.

1973

Die Kunststofffertigung wird von München nach Landshut verlagert und die ersten Instrumententafeln werden produziert.

1974

Mit dem Aufbau der Kunststofffertigung im BMW Werk Landshut haben sich "auch die Verhältnisse in der Münchener Gießerei schon gebessert", so schreibt "bm -bayernmotor", die Mitarbeiterzeitung der BMW Group im Jahr 1974. Dennoch stehen bereits erste Überlegungen zur Verlagerung der Gießerei im Raum.

1975

Mehr als 600 Mitarbeiter sind im BMW Group Werk Landshut beschäftigt.

1976

In der Kunststofffertigung Interieur wird eine Instrumententafel in 30 Minuten hergestellt. Die Mitarbeiterzahl im BMW Group Werk Landshut liegt nun bei rund 800.

1977

Der BMW Group Standort Landshut feiert sein zehnjähriges Bestehen und "blickt auf ein zwar nicht immer leichtes, am Ende aber doch sehr erfolgreiches Jahr 1977 zurück", so die Landshuter Zeitung.

1978

Eine Halle für die Gelenkwellenfertigung wird gebaut. Seit September 1978 werden die ersten Auszubildenden im BMW Group Werk Landshut eingestellt, das in den folgenden Jahren "um die Hälfte wachsen" soll, titelt die Landshuter Zeitung im Juni.

1979

Die Produktion der Austauschmotorenfertigung steigt auf täglich 100 Motoren, 70 Hinterachsgetriebe und mehr als 530 Kleinteile an. In der Kunststofffertigung werden täglich 89.000 Einzelteile hergestellt. Im April stellt das BMW Group Werk Landshut den tausendsten Mitarbeiter ein.

1980er
AUSBAU UND ERWEITERUNG.

1980

Die Lenkspindelanlage wird von Landshut nach Berlin verlagert. Der Bau für eine Energiezentrale und eine Feuerwache beginnt. Insgesamt "investiert BMW weitere 30 Millionen DM in Landshut", schreibt die Landshuter Zeitung am 26. April 1980.

1981

Im BMW Group Werk Landshut wird das erste Werkstoffprüflabor aufgebaut.
Die Austauschmotorenfertigung feiert ihr zehnjähriges Bestehen.

1982

Im Bereich Exterieur wird eine neue Lackierspritzanlage für bis zu 100.000 Spritzgussteile täglich in Betrieb genommen. Die Mitarbeiterzahl des BMW Group Werks Landshut liegt bei rund 1.100. Um Logistikprobleme zu lösen wird ein "Super-Vordach" gebaut, berichtet der Bayernmotor im November 1982.

1983

In der Kunststofffertigung Interieur werden rund 38 Millionen Spritzgussteile im Jahr hergestellt, dies entspricht einem täglichen Volumen von 126.666 Komponenten.

1984

Die Produktion der Austauschmotorenfertigung steigt auf täglich 130 Motoren, 35 Hinterachsgetriebe und 500 sonstige Motorenteile an. Es wird für rund 115 Motorentypen produziert. Die Landshuter Zeitung berichtet von "Millionen-Investitionen - auch für bessere Arbeitsplätze".

1985

Im Juni ergeht der Beschluss, eine neue Gießerei in Ergolding zu bauen. Die Investitionskosten betragen etwa 200 Millionen DM und es werden rund 800 neue Mitarbeiter eingestellt.

1986

"BMW investiert für 1.000 neue Arbeitsplätze", schreibt die Landshuter Zeitung im März. Im Februar beginnt bereits der Bau des ersten Gebäudes östlich der B299 in Ergolding. Die Gussputzerei wird im August in Betrieb genommen und in der Austauschmotorenfertigung wird der 300.000 Motor gefertigt.

1987

Ende März beginnt der Bau der Gießerei. Die Mitarbeiterzahl im BMW Group Werk Landshut liegt bei rund 1.600. Der BMW Standort Landshut feiert sein 20jähriges Bestehen.

1988

Die Mitarbeiterzahl im BMW Group Werk Landshut steigt auf 2.000 an, davon 20 Auszubildende, die in der neuen Landshuter Lehrwerksstatt zwischen zehn Berufen wählen können. Im Juli wird ein Kooperationsvertrag mit der FH Landshut geschlossen.

1989

"Glück auf" - Am 21. Januar 1989 erfolgt der erste Guss in Landshut. Das Kunststoff-Technikum wird von München nach Landshut verlagert.

1990er
INVESTITIONEN FÜR DAS DRITTE JAHRTAUSEND.

1990

Ab Juni startet das Pilotprojekt für restloses Autorecycling. Die Mitarbeiterzahl überschreitet die nächste Tausender-Grenze und erreicht 3.040.

1991

Die Austauschmotorenfertigung feiert ihr 20jähriges Bestehen.

1992

Das BMW Group Werk Landshut wird für eine Kunststoff-Sauganlage mit dem SPE (Society of Plastics Engineers)-Grand Award in der Sparte Kunststoff ausgezeichnet.

1993

Die fünfmillionste Instrumententafel wird in Landshut gefertigt.

1994

Es entstehen "500 neue Arbeitsplätze bei BMW", schreibt die Landshuter Zeitung im Juli. Die Herstellungsdauer einer Instrumententafel liegt bei knapp zehn Minuten.

1995

Die Gießerei erhält die Genehmigung für das Lost-Foam-Gießverfahren. Das BMW Group Werk Landshut wird mit dem Innovationspreis der Society of Plastic Engineers International für die weltweit erste Instrumententafel aus Einstoff-System ausgezeichnet.

1996

"Qualität hat höchste Priorität" titelt die Landshuter Zeitung im September. BMW erhält als erstes Unternehmen das TÜV-Zertifikat QS 9000. Am BMW Group Standort Landshut werden neue, verbesserte Verfahren entwickelt wie zum Beispiel das Lasersintern in der Gießerei. Die Austauschmotorenfertigung produziert seit 25 Jahren mit mittlerweile 200 Mitarbeitern.

1997

Der BMW Group Standort Landshut feiert sein 30jähriges Bestehen bei einer Mitarbeiterzahl von rund 3.150.

1998

Im September beginnt der Bau des Leichtbautechnikums. In der Austauschmotorenfertigung wird der 500.000 Motor hergestellt.

1999

Im Dezember wird das Landshuter Innovations- und Technologiezentrum (LITZ) in Betrieb genommen und dem BMW Group Werk Landshut wird der Bayerische Qualitätspreis für die Sparte Karosserieausstattung verliehen. Die Leichtmetallgießerei feiert ihr zehnjähriges Bestehen am Standort Landshut.

2000er
AUFBRUCH IN EINE NEUE ÄRA.

2000

Im Mai unterzeichnet das BMW Group Werk Landshut den Vertrag für die BMW-Stiftungsprofessur an der FH Landshut (Automobiler Leichtbau).

2001

Der Bau für die Erweiterung der Leichtmetallgießerei beginnt. Die Austauschmotorenfertigung feiert ihr 30jähriges Bestehen; "Die zweite Power fürs alte Eisen" titelt die Landshuter Zeitung im Januar. Mehr als 500.000 Stück wurden seit 1971 produziert.

2002

In der Produktion werden täglich rund 900 Instrumententafeln, 2.900 Stoßfänger, 4.500 Zylinderköpfe, 3.300 Kurbelgehäuse, 4.100 Gelenkwellen und 14.000 Austauschmotoren, sowie 38.000 Tonnen Gusskomponenten jährlich gefertigt.

2003

Im Mai erfolgt der Spatenstich für die neue Austauschmotorenfertigung.
Schöne Aktion: Formel 1-Pilot Ralf Schumacher verkauft im Dezember an die Mitarbeiter Glühwein zugunsten des Haus International.

2004

In der neuen Leichtmetallgießerei sowie in der Magnesiumgießerei beginnt die Produktion. "Damit wird technologische Weltgeschichte in Niederbayern geschrieben", titelt die Niederbayerische Wirtschaft.

2005

Der Modell- und Musterbau Interieur wird neu gebaut und im Oktober eingeweiht. Erneut wird die Technologie Interieur des BMW Group Werks Landshut mit dem SPE (Society of Plastic Engineering) Award ausgezeichnet.

2006

Die Austauschmotorenfertigung wird im April aufgestockt. Bau des neuen Aus- und Weiterbildungszentrums. "Ein Hoch auf die Mitarbeiter", titelt die Landshuter Zeitung, denn ein qualifizierter Mitarbeiter ist Garant für den Erfolg des Unternehmens.

2007

Das Berufliche Aus- und Weiterbildungszentrum wird im Juli eingeweiht.
Der BMW Group Standort Landshut feiert sein 40jähriges Bestehen.

2008

Ein neues Produktionsgebäude für die Technologie Interieur wird gebaut

2009

Die Leichtmetallgießerei feiert ihr 20jähriges Bestehen am Standort Landshut. BMW investiert trotz schwierigem wirtschaftlichem Umfeld rund 70 Millionen Euro in das BMW Group Werk Landshut.

2010er
KONTINUIERLICHES WACHSTUM.

2010

Am BMW Group Standort Landshut produziert die weltweit erste geruchsfreie Gießerei.

2011

Am Standort Landshut erfolgt die Grundsteinlegung für die neue Schmelzerei. Das Werk wird mit dem "Automotive Lean Production Award" ausgezeichnet.

2012

Im März wird die Carbonfertigung für die BMW i Modelle in Betrieb genommen. Der Produktionsbereich Kunststoff Exterieur wird zur "Besten Fabrik 2012" gekürt.

2013

Auf klarem Kurs in Richtung Zukunft: Die Leichtmetallgießerei investiert 100 Millionen Euro in die Erweiterung der Produktion.

2014

Der Standort erhält eine neue Visitenkarte: Im Oktober wird das Besucherzentrum eröffnet. Dort werden fortan Gäste aus aller Welt empfangen. Darüber hinaus fallen wegweisende Entscheidungen für den Standort: Das neue Leichtbauzentrum der BMW Group wird in Landshut gebaut und das Werk wird im Nordosten um ein Versorgungszentrum erweitert.

2015

Die BMW Group schlägt am Standort Landshut ein neues Kapitel auf: Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sowie Oliver Zipse, Vorstand Produktion der BMW AG, feierten gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die symbolische Grundsteinlegung für das neue Leichtbauzentrum des Unternehmens.