DOPPELTER ANTRITTSBESUCH.

Regierungspräsident Rainer Haselbeck trifft den neuen Standortleiter Dr. Peter Fallböhmer im BMW Group Werk Landshut – Elektromobilität und Digitalisierung im Fokus.

     

Landshut. Es war für beide Seiten die ideale Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen: Der seit Dezember 2016 amtierende Regierungspräsident von Niederbayern, Rainer Haselbeck, hat vergangene Woche das BMW Group Werk Landshut besucht. Dort traf er den neuen Standortleiter Dr. Peter Fallböhmer, der diese Funktion zum 1. Juli 2017 übernommen hatte. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle Trends wie Elektromobilität und Digitalisierung, aber auch Themen wie Bildung oder Infrastruktur.

Fallböhmer erläuterte die besondere Rolle des Standorts Landshut für das Produktionsnetzwerk der BMW Group. „Wir beliefern alle Fahrzeug- und Motorenwerke weltweit mit innovativen Komponenten. Auf diese Weise steckt in jedem BMW, MINI und Rolls-Royce ein Stück Landshuter Innovationskraft.“

Als Kompetenzzentrum für Leichtbau spiele der Standort darüber hinaus eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Fertigung neuer Fahrzeugkonzepte. Mit dem neuen Leichtbauzentrum, dem neuen Versorgungszentrum sowie weiteren Investitionen wolle man die Technologieführerschaft auf diesem Gebiet weiter ausbauen. So fließe auch im Jahr seines 50jährigen Bestehens ein dreistelliger Millionenbetrag in den Landshuter Standort.

Regierungspräsident Rainer Haselbeck begrüßte die Ankündigung der BMW Group, den Antriebsstrang des vollelektrischen MINI in den Werken Dingolfing und Landshut zu fertigen. „Diese Entscheidung ist ein weiteres starkes Bekenntnis zu den niederbayerischen Standorten und den Menschen, die hier tätig sind. Sie zeigt, dass Niederbayern bei Zukunftstechnologien wie der Elektromobilität schon heute technologisch an der Spitze steht.“

Haselbeck und Fallböhmer waren sich einig, dass auch die Digitalisierung große Chancen für die heimischen Unternehmen bereithalte. Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung müssten nun ihre Kräfte bündeln, um die Region zu einer Hochburg digitaler Kreativität zu machen. Besondere Bedeutung komme dabei dem neuen digitalen Gründerzentrum mit den Standorten Passau, Deggendorf und Landshut zu. Hier müsse sichergestellt werden, dass Ideen nicht nur generiert, sondern auch in Produkte oder Dienstleistungen überführt werden, die am Markt erfolgreich sind.

Vor dem Hintergrund der technologischen Entwicklungen unterstrichen beide Gesprächspartner darüber hinaus den Wert einer fundierten schulischen und fachlichen Ausbildung junger Menschen. Sie sei die Basis, um den Standortvorteil der heimischen Produktion im internationalen Wettbewerb langfristig zu sichern. Entsprechend gelte es, bestehende Lerninhalte weiterzuentwickeln und neue Ausbildungsberufe zu schaffen – etwa mit Blick auf die Arbeit an neuen Werkstoffen und Hochvoltsystemen oder die Programmierung von Produktionsrobotern.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Fahrzeugen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce läuft die Produktion im größten Komponentenwerk der BMW Group aktuell auf Hochtouren. Standortleiter Dr. Peter Fallböhmer bestätigte, dass vor diesem Hintergrund sowie zum Ersatz der altersbedingten Fluktuation in den kommenden Monaten qualifizierte Facharbeiter eingestellt werden.

Bildunterschrift:

Regierungspräsident Rainer Haselbeck (rechts) wurde im BMW Group Werk Landshut durch den neuen Standortleiter Dr. Peter Fallböhmer (links) empfangen.