WERK DINGOLFING STELLT WEICHEN RICHTUNG E-MOBILITÄT

Produktionsstart des BMW 740e iPerformance und des BMW i3 Hochvoltspeicher aus Dingolfing mit erweiterter Batteriekapazität.

Dingolfing. Das BMW Group Werk Dingolfing stellt die Weichen weiter für den Ausbau der E-Mobilität. Mit dem neuen BMW 740e iPerformance feierte Anfang Juli das erste Plug-in-Hybrid Modell aus Dingolfing seinen Produktionsstart. Gleichzeitig lief im Dingolfinger Komponentenwerk 2.1 für Fahrwerks- und Antriebsysteme der erste BMW i3 Hochvoltspeicher mit erweiterter Batteriekapazität vom Band, der die elektrische Reichweite des BMW Elektromodells auf rund 200 km unter Alltagsbedingungen erhöht. Insgesamt profitiert der Standort derzeit als Kompetenzzentrum für die Fertigung von E-Antriebskomponenten von einer steigenden Nachfrage nach Elektromodellen. 

BMW Flaggschiff als erster Plug-in-Hybrid aus Dingolfing. 

Ab Sommer 2016 wird der neue BMW 7er als Plug-in-Hybrid - auch in einer Langversion und mit Allrad - bei den Händlern erhältlich sein. Er trägt wie auch die Plug-in-Hybrid Modelle der BMW 2er und 3er Reihe ab Juli die neue Bezeichnung BMW iPerformance, die den Technologietransfer von BMW i zur Kernmarke verdeutlicht. Sichtbare Zeichen werden ein BMW i Logo an der vorderen Seitenwand, BMW i typische blaue Elemente in Niere und Radnaben sowie ein eDrive Logo auf der C-Säule sein. 

Der Antrieb des BMW 740e iPerformance besteht aus einem Vierzylinder-Ottomotor mit BMW TwinPower Turbo Technologie und einem Elektromotor, die gemeinsam eine Systemleistung von 240 kW / 326 PS erzeugen. Die im EU-Test für Plug-in-Hybrid Fahrzeuge erzielbare elektrische Reichweite beträgt 40 Kilometer, der kombinierte Kraftstoffverbrauch bei 2,1 Liter je 100 Kilometer. Als Hochvoltspeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Bruttokapazität von 9,2 kWh und einer Nettokapazität von 6,9 kWh. Der Speicher wird am Standort Dingolfing im Werk 2.2 gebaut und dann zur Montage ins Fahrzeugwerk 2.4 geliefert. 

Dort hat man sich schon seit Monaten auf die Einführung von Plug-in-Hybrid Modellen vorbereitet und die Fertigungsbänder entsprechend umgebaut und ertüchtigt, wie der Dingolfinger Werkleiter Josef Kerscher sagt: „Die Produktion ist so ausgelegt, dass die Plug-in-Hybrid Variante im Band mitlaufen und sehr effizient im Mix mit den anderen Modellen von BMW 7er, 6er und 5er Reihe gefertigt werden kann. Wir haben zudem eine hohe Flexibilität, das heißt wir können schnell auf die Marktnachfrage reagieren und bei Bedarf mehr Plug-in- Hybride bauen.“ 

Tatsächlich kommt derzeit die Nachfrage nach Plug-in-Hybriden in Schwung und sorgt auch in Dingolfing für eine hohe Auslastung in der Produktion für E-Antriebskomponenten. Denn fast alle Hochvolt-Batterien für E-Fahrzeuge der BMW Group werden hier am Standort gefertigt – ebenso wie Teile der E-Motoren. So sagt Ilka Horstmeier, Leiterin Produktion Motoren und elektrische Antriebssysteme: „Aktuell fertigen wir in unserem Werk 02.20 in der Hochvoltspeicher-Montage im 3-Schicht-Betrieb, in der Batteriemodulfertigung fahren wir Zusatzschichten und erwägen einen vorgezogenen Ausbau der Fertigungskapazitäten.“ 

Produktionsstart für BMW i3 Speicher mit größerer Batteriekapazität. 

Im Dingolfinger Werk 02.10 laufen im Bereich Fahrwerks- und Antriebssysteme bereits seit 2013 die Hochvolt-Batterien für BMW i3 und BMW i8 vom Band. Dort startete jetzt zum Juli die Fertigung eines Hochvoltspeichers für den BMW i3 mit deutlich größerer Batteriekapazität. Durch eine höhere Speicherdichte der zugelieferten Lithium-Ionen-Zellen erzielt der neue BMW i3 (94 Ah) bei der Reichweite ein Plus von rund 50 Prozent gegenüber seinem Vorgänger – und die Batterieleistung steigt von bisher 22 kWh auf 33 kWh. Im gesetzlichen Testzyklus (NEFZ) schafft er damit 300 Kilometer und im Alltagseinsatz bis zu 200 Kilometer. Der BMW i3 mit erweiterter Batteriekapazität wird ab Sommer als zusätzliches Modell neben dem bisherigen BMW i3 (60 Ah) verfügbar sein. Für schon im Markt befindliche Modelle bietet BMW die neue leistungsfähigere Batterie auch zum Nachrüsten an. 

In der Produktion laufen beide Speicher auf einer Linie und können im beliebigen Mix gefertigt werden – ohne dass dazu größere Änderungen an der Anlage nötig waren. Denn die Erhöhung der Kapazität und damit der Fahrzeugreichweite wird durch Verbesserungen in der Zelle erreicht, die Abmessungen der Zellen ändern sich dadurch nicht. Auch im Werk 02.10 stellt man sich auf steigende Stückzahlen in der Speicherproduktion ein. 

„Wir sehen, dass es richtig war, auch an unserem größten europäischen Produktionsstandort Dingolfing frühzeitig auf E-Mobilität zu setzen und die Zukunft mutig zu gestalten“, sagt Stefan Schmid, Betriebsratsvorsitzender des Standorts. „Wir profitieren nun von unserer Vorreiter-Rolle mit den BMW i Modellen und sehen, dass die E-Mobilität einen wichtigen Beitrag dazu leistet, dass wir auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zukunftsfähige Beschäftigung hier in Dingolfing haben werden. Das über lange Jahre aufgebaute und breite Know-how unserer Mitarbeiter macht sich bezahlt. “ 

Bildunterschrift

Bild 01: Das erste Plug-in-Hybrid Modell aus Dingolfinger Produktion: Der neue BMW 740e – hier auf dem Bremsenprüfstand. 

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Bernhard Schneider

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